VIELEN DANK!!!!! Werkhaus-Jahresausstellung 2026

VERNISSAGE mit Ausstellung im April 2026 im Schopf2

HERZLICHEN DANK!!!!

Wir wollen uns hier noch einmal sehr herzlich bedanken, für die wunderschöne Jahresausstellung 2026 von unsereren Kunstschaffenden aus dem Werkhaus.

Wir durften nun schon zum 3. Mal unsere „Kunst aus dem Werkhaus“ vom 17.04. bis 19.04.2026 in im Schopf2 bei unseren Freunden, den Kreativpionieren präsentieren.
Herzlichen Dank an die Kreativpioniere im Schopf2, die uns auch in diesem Jahr wieder so herzlich aufgenommen haben und uns ihre Räume für unsere Kunst zur Verfügung stellten.

Dann möchten wir uns bei dieser Gelegenheit auch ganz herzlich beim Jobcenter Freiburg bedanken. Die gute und sehr wertschätzende Zusammenarbeit ermöglicht nun schon über 15 Jahre vielen Menschen die Teilnahme an einer künstlerischen Lebenszeit im Rahmen der AGH IM WERKHAUS.

Auch dem Werkhausteam soll an dieser Stelle gedankt werden: Claudia Borowsky, Martin Gehri, Silva Mathia und Sarah Thölken (und von 2010 bis 2025 Sabine Gensch)
Diese vier Persönlichkeiten bringen zusammen einen großen künstlerischen und pädagogischen Erfahrungsschatz mit und prägen so auch die offene und inspirierende Arbeitsatmosphäre, die das Werkhaus so besonders macht.

Den größten Dank verdienen wohl aber die Kunstschaffenden aus dem Werkhaus! Wie in jeder Jahresausstellung ist es auch in diesem Jahr wieder eine sehr vielseitige, sehenswerte und berührende Ausstellung geworden, die von vielen Menschen gut besucht wurde. Wir werden hier in Kürze eine Foto-Galerie der Werke einstellen und ebenso einen sehr lesenswerten und berührendenden Wortbeitrag an der Vernissage von einer Teilnehmerin aus dem Werkhaus.
 

Hier können Sie einen Einblick in das Werkhaus bekommen. Diesen Film hat ein Teilnehmer aus dem Werkhaus gemacht und er wurde auf der Vernissage gezeigt.

 
Diese brillante Rede lohnt sich zu lesen. Sie stammt auch von einer Teilnehmenden aus dem Werkhaus und wurde bei der Vernissage vorgetragen:
(Die Rede kann man auch unter Flyer rechts herunterladen) 
 
 

Poetry-Slam-Rede auf der Vernissage von C.A.

 

Guten Abend zusammen,

willkommen zu unserer Gruppenausstellung,
die eigentlich mehr ist als eine Ausstellung.

Diese Ausstellung ist kein Chor, der perfekt im Takt singt.

Sie ist eher eine Jam-Session.

Ein Durcheinander von Stimmen.

Ein Raum voller Gedanken, die beschlossen haben, nicht mehr nur Gedanken zu bleiben.

 

Eine Gruppenausstellung ist ein bisschen wie eine WG.

Viele Persönlichkeiten in einem Raum.

Unterschiedliche Geschmäcker.

Unterschiedliche Temperamente.

Hier prallen Welten aufeinander:

Material auf Idee,

Chaos auf Kontrolle.

 

Heute hängen hier viele Perspektiven nebeneinander an der Wand.

Manche laut. Manche leise.

Manche Werke bunt wie ein Feuerwerk im Kopf,

andere so still, dass man zweimal hinschauen muss.

Fast wie die Person auf der Party,

die erst zwei Stunden nichts sagt –

und dann plötzlich den klügsten Satz des Abends.

 

Manche Werke stehen da wie ein offenes Fenster.

Andere wie eine verschlossene Tür

mit einem Schlüssel,

der vielleicht in Ihrer Tasche liegt.

Und genau darin liegt die Magie dieser Gruppenausstellung:

Keine Arbeit erklärt die Welt allein.

Aber zusammen erzählen sie etwas Größeres.

Diese Arbeiten haben eine Reise hinter sich –

zum Teil mehrere Monate lang.

Monate voller Ideen, die plötzlich auftauchten

und genauso plötzlich wieder verschwanden.

Monate voller Skizzen, Zweifel, Versuche.

Voller Momente, in denen man dachte:

„Ja, genau so!“

Und fünf Minuten später:

„Nein. Ganz bestimmt nicht so.“

 

Neun bis zwölf Monate im KUBUS Werkhaus sind eine besondere Zeitspanne:

Lang genug, damit Gedanken wachsen können.

Lang genug, damit sich etwas verändert.

Lang genug, damit aus einer vagen Idee

langsam eine Form wird.

Doch rückblickend viel zu kurz, weil die Zeit im Kubus wie im Fluge vergeht.

In diesen Monaten sind hier nicht nur Werke entstanden.

Es sind Gespräche entstanden.

Umwege.

Neue Blickwinkel.

Man hat gelernt, Dinge loszulassen,

neu anzufangen,

noch einmal hinzuschauen.

 

Vielleicht stolpern Sie gleich über ein Werk,

das Sie irritiert.

Vielleicht über eines, das Sie berührt.

Vielleicht über eines, bei dem Sie denken:

„Das hätte ich auch gekonnt.“

Und fünf Sekunden später:

„…aber ich wäre nie darauf gekommen.“

Kunst ist kein Rätsel mit einer richtigen Lösung.

Kunst will erlebt werden.

Sie ist eher eine Einladung.

Zum Schauen.

Zum Zweifeln.

Zum Entdecken.

 

Und das Schönste:

Jede Person hier wird eine andere Ausstellung sehen.

Mit denselben Werken.

Aber mit anderen Augen.

Vielleicht stolpern Sie über eine Farbe,

die Sie an etwas erinnert,

das Sie längst vergessen hatten.

Vielleicht bleibt Ihr Blick irgendwo hängen

wie ein Pullover an einem Nagel

 

Vielleicht sieht man das nicht sofort.

Aber vielleicht spürt man es ein bisschen,

wenn man durch den Raum geht.

Dass hier nicht nur Bilder hängen,

sondern Gedankenwege.

Persönliche Geschichten.

Wenn ein Werk heute Abend

einen klitzekleinen Riss in Ihrem Alltag verursacht,

durch den ein neuer Gedanke fällt —

dann hat diese Ausstellung

genau das getan,

wofür Kunst manchmal da ist:

nicht die Welt zu erklären.

Sondern sie kurz

ein bisschen

größer zu machen.

Und jetzt ist der Moment,

in dem diese Arbeiten den Raum wechseln:

vom Atelier im Werkhaus

zu Ihnen.

 

Sie gehören heute Abend ein Stück weit

auch den Blicken, den Gedanken und

den Fragen der Besucherinnen und Besucher.

 

Also gehen Sie los.

Verlieren Sie sich ein bisschen zwischen den Arbeiten.

Lassen Sie sich überraschen.

Und vielleicht nehmen Sie am Ende etwas mit nach Hause –

vielleicht einen Gedanken,

vielleicht sogar ein Bild.

(Bevor wir Sie in diesen Abend entlassen,

öffnen wir noch einmal eine andere Tür:

 

Einen Blick zurück ins Werkhaus – dorthin,

wo alles begonnen hat.

Im Anschluss sehen Sie einen kurzen Film

über unsere künstlerische Arbeit, über Prozesse,

über das Dazwischen von Idee und Ergebnis.

15 Minuten Blick hinter die Kulissen.

 

In diesem Sinne:

Viel Freude beim Entdecken,

beim Schauen, beim Gespräch –

 

Vielen Dank!